| März 06
Belgrad
Serbien |
AnkunftDie Zugfahrt von Budapest nach Belgrad dauerte ungefähr acht Stunden. Wir saßen in einem Abteil mit vier Sitzplätzen. Anfänglich hatten wir nur zwei Frauen mit uns im Abteil, was sich jedoch in der Mitte der Fahr änderte. Ein Mann kam auf die Seite der Frauen hinzu und eine etwas breitere Frau mit ihrer ein Glück schmaleren Tochter gesellte sich zu uns, sodass wir die drei schmalen Sitze nun zu viert nutzten. Es dauerte nicht lange, da wurde es trotz geöffnetem Fenster sehr heiss in dem Zug. Total durchgeschwitzt und viel zu müde erreichten wir den Bahnhof von Belgrad und fanden einen fast leeren Bahnsteig vor. Auf dem Weg zum Haupteingang steuerte ein Typ auf uns zu, den ich fünf Jahre früher etliche tausend Kilometer entfernt das letzte Mal gesehen hatte. Wir hatten kein Problem, uns nach der vergangenen Zeit wieder zu erkennen und ich begrüßte sehr erfreut meinen alten Kumpel Marko, mit dem ich zusammen in den USA einiges unternommen hatte (z.B. dies oder das oder jenes... uvm.). Es war ein komisches Gefühl, sich nach all diesen Jahren endlich wieder zu sehen. Schnell hatten wir uns wieder aneinander gewöhnt und unternahmen die nächsten Tage einige gemeinsame Aktivitäten.
Sebastian und ich waren insgesamt sehr beeindruckt von der Gastfreundlichkeit, die wir in Serbien erlebt haben. Nachdem wir erst eimal ein paar Stunden geschlafen hatten, bekamen wir eine Sammlung serbischer Speisen vorgesetzt, die Markos Mutter angerichtet hatte. UnterkunftNachdem wir gestärkt waren, war es Zeit, unsere Bleibe für die nächsten Tage aufzusuchen. Ein Freund von Sebastian hatte für uns ein Studenten-Pärchen aufgetrieben, die sich bereit erklärt hatten, uns in ihrer Wohnung aufzunehmen. Wieder mal waren wir von Gastfreundlichkeit der Serben beeindruckt, da der Raum im unteren Bild ergänzt um ein kleines Badezimmer die gesamte Wohnung der beiden darstellte und wir zu viert (plus Hund) auf dem Sofa und dem Sessel geschlafen haben.
UnterwegsAls Ausländer muss man sich nach 24 Stunden Aufenthalt in Serbien bei der Polizei registrieren lassen. Um eine Aufenthaltsbewilligung zu bekommen, musste Marko mit der Besitzurkunde über die Wohnung seiner Mutter für uns bürgen.
Marko meinte, er wolle sowieso noch zur Polizei, da diese ihm seine Sportsachen gestohlen hätten. Die Polizei stellte er als ein wenig korrupt dar, die seine in Serbien etwas teureren Baseballsachen konfesziert hatten. Durch ein wenig Nachfrage erzählte er uns, warum sie ihm seine Sportgeräte abgenommen hätten.
Unsere Reise nach Serbien und Ungarn hat Sebastian und mir sehr viel Spaß gemacht. Wir planen, noch ein paar weitere Reisen mit einem ähnlich beeindruckenden Anteil an neuen Erfahrungen folgen zu lassen. |